Die Macht-entziehende Wahrnehmung

Von Hazels Höherem Selbst

17.05.2011

Übersetzung: Bernd

 

 

Es gibt weder Stärke noch Weisheit bei den Wahrnehmungen, die aus der subjektiven Perspektive heraus, bar jeglicher Fakten, übertrieben formuliert wurden.

 

Wahrnehmungen gedeihen oft in ihrem emotionalen Ebenbild, mit der Konsequenz, dass Urteile formuliert werden, die sich häufig tatsächlich als falsch erweisen und im Gegensatz zu göttlichen Erwartungen stehen, welche ihren Grund in den göttlichen Geboten haben, dass nämlich kein Urteil gegen irgend einen Menschen gefällt werden soll.

 

Der Mensch wird zum Wahrnehmen programmiert. Ein Muster das mit und durch ein verändertes Ego koordiniert wurde. Wahrnehmungen werden in Sekundenschnelle formuliert, oft ohne viel nachzudenken, überwiegend ohne Wissen und unter Gebrauch des Maßstabs an persönlichen Präferenzen und Glaubenssystemen. Die Wahrnehmung ist der Gegensatz zum Wissen. Denn wer wahrnimmt, kann nicht wissen und wer weiß, der wird nicht wahrnehmen.

 

Die Wahrnehmung basiert auf Glaubenssystemen, das Wissen auf betrachteten zeitlosen Fakten. Eure Wahrnehmungen gipfeln oft in einer Schlussfolgerung, die häufig verteidigt werden muss. Das Wissen erfordert keine Verteidigung. Da die Wahrnehmung mit dem Ego verknüpft ist, wird der Verteidigungsmechanismus oft zu Hilfe gerufen, wenn jemand Anstoß nimmt an einem Angriff auf seine Wahrnehmung/Glauben und Urteil. Lasst uns die Schöpfung des Egos betrachten: Ego – Wahrnehmung – Urteil/Schlussfolgerung – Angriff  – Kränkung – Verteidigung. Das Wissen ist nicht eine Konsequenz oder ein Faktor bei dieser Abfolge. Das Wissen ist einfach- es weiß und selbst wenn es angegriffen wird wegen des Bedarfs an physischem Beweis, so fährt es doch fort zu wissen und verbleibt in der Stille seiner Ursache, seiner Wahrheit, seiner eigenen Nachprüfung. Es verbleibt konstant in der Erwartung, dass die Wahrnehmung gelöscht wird und das Wissen angenommen wird.

 

Wahrnehmungen sind nur für die „richtig“ die wahrnehmen. Sie gedeihen im Gefolge des niederen Denkens, das Wissen gehört zum höheren Verstand. Wenn Ihr wahrnehmt, dann seht Ihr mit gesenkten Augen, deren Sichtweise erdgebunden und verschwommen ist. Wenn Ihr „wisst“, dann seht Ihr durch das Vergrößerungsglas des spirituellen Auges, dessen Sichtweise kosmisch klar ist. Wenn Ihr wahrnehmt, dann verbannt Ihr oft Euren höheren Verstand.

 

Persönliche Wahrnehmungen erwecken oft das Leid im Wahrnehmenden, denn oftmals erzeugen Wahrnehmungen eines anderen Missklang bei den Gefühlen und Missverständnisse, welche heimtückische Emotionen auslösen, wie z. B. Hass, lähmenden Zorn und Intoleranz. Wahrnehmungen sind mikroskopisch klein in ihrer Natur, sie werden eher gebildet aus der Aufmerksamkeit kleinen Dingen gegenüber, als durch das Panorama an Möglichkeiten die jenseits ihrer Reichweite existieren.

 

Wenn es Euer Ziel ist erleuchtet zu werden, dann müsst Ihr aus der Wahrnehmung heraustreten hinein in das Reich des Wissens. Dies unterstellt, dass Ihr Euch auf die Bemühung konzentriert, immer wachsam gegenüber Euren Gedanken und Geistesschöpfungen zu sein. Bemüht Euch im Rahmenwerk des höheren Geistes zu verweilen, damit Ihr am höheren Denken ausgerichtet seid und Freundschaft mit dem Wissen schließt. Wahrnehmungen sind machtlos, grundlos und schutzlos. Sie sind unvernünftig und es fehlt ihnen an Ausdauer.

 

Während Ihr Euch auf die Reise der Selbstentdeckung einlasst, werdet Ihr erkennen, dass das was Ihr enthüllt Eure vorherigen Wahrnehmungen verändern wird. Nur mit später Einsicht werdet Ihr in der Lage sein, die Unbeständigkeit und die Launen der Wahrnehmung zu erkennen. Es ist keinesfalls nur eine kleine Heldentat, die Wahrnehmung von der Gewohnheit zu entlasten, die in Euer Erinnerung tief verwurzelt ist, über Myriaden von Inkarnationen hinweg und verschlimmert durch den Glauben, dass Ihr vom EINEN Bewusstsein, welches das Christusbewusstsein ist, getrennt seid. Da die Wahrheit über die Einheit zu Eurer Lebenserfahrung wird, werdet Ihr erkennen, dass die Wahrnehmungen nach und nach preisgegeben werden und das Wissen über den EINEN Geist  angenommen wird. Ihr werdet wahrnehmen und annehmen, dass nur das Wissen ermächtigt. Bei der Suche nach Eurer wahren Macht werdet Ihr dem Wissen Freundschaft erweisen und es begehren.

 

Ihr könnt versuchen, den Prozess zu beschleunigen, indem Ihr das Ego zur Aufgabe an den höheren Geist und an die Euch innewohnende göttliche Präsenz bringt. Alle Wahrnehmungen basieren auf der EINEN WAHRNEHMUNG, dass Ihr von Gott und somit von einander getrennt seid. Dies soll der Gott in Euch korrigieren, wenn Ihr es ihm erlaubt. Ihr müsst dies so lange tun, bis Euer Wissen über das Gesetz der Einheit zu einem Teil Eurer täglichen Lebenspraxis wird. Stellt Eure Wahrnehmungen vor den Altar der Göttlichkeit in  Euch und bittet um deren Korrektur.

 

ICH BIN WAS ICH BIN

HAZEL